bAV – eine neue Ära beginnt

Das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) ist kurz vor dem parlamentarischen Abschluss und wird die Welt der betrieblichen Altersversorgung (bAV) massiv verändern, zumindest aber um einen zusätzlichen Durchführungsweg ergänzen. Es wird ein völlig neues System installiert, verbunden mit solch gravierenden Neuerungen wie die reine Beitragszusage („pay & forget“), ein Zielrentensystem ohne Garantien, mindestens 15 Prozent Arbeitgeberzuschuss, Opting-Out und Arbeitgeber-Sicherungsbeitrag. Der Perspektivwechsel beschäftigt die Branche massiv, so der Tenor des "bAV-Expertenforums 2017" in Köln, zu dem die HDI Lebensversicherung rund 100 spezialisierte Versicherungsmakler geladen hatte. Dort wurden vor allem die Rahmenbedingungen heiß diskutiert, während sich am selben Tag der Bundestag abschließend mit dem Gesetz beschäftigte und es schließlich beschloss. Das Publikum brachte sich wieder intensiv in die Debatte ein und hat sich die sechs Weiterbildungspunkte pro Teilnehmer im Rahmen der Initiative „Gut beraten“ redlich verdient.

Der bAV-Markt ist im Wandel und muss im Zusammenhang mit der Alterssicherung vor allem der ersten Schicht betrachtet werden. Die SPD will bekanntlich beim Sicherungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung eine Haltelinie von 48 Prozent einziehen. Gegenwärtig kann ein Durchschnittsverdiener im Alter knapp 48 Prozent seines letzten Durchschnittslohns erwarten, nach 2030 könnten es nur noch mindestens 43 Prozent sein. Eine Haltelinie bei 50 Prozent, wie von den Gewerkschaften gefordert, „würde eine Beitragsexplosion auf rund 24 Prozent im Jahr 2040 bewirken (derzeit 18,7 Prozent)“, betonte Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen vom Institut für Finanzwissenschaft der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

In seinem Eröffnungsvortrag beim „HDI bAV-Expertenforum 2017“, für das „portfolio international“ Medienpartner war, trat Raffelhüschen angesichts einer weiter alternden Bevölkerung allen Gesetzgebungsideen zur Frühverrentung entgegen. „Wir müssen im Gegenteil länger arbeiten, aber das sagt natürlich kurz vor der Wahl kaum ein Politiker dem Wähler“, ärgerte sich der Finanzprofessor, der an der Universität zugleich als Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge agiert. „Und wir müssen auch mehr sparen, gerade wegen der Niedrigzinsphase“, führte er weiter aus. „Um ein Nettorentenniveau von 70 Prozent zu halten, muss man etwa 5,0 bis 7,0 Prozent des Bruttoeinkommens sparen.“ Dabei könnten kostengünstige kollektive Systeme zu konkurrenzlos guten Effekten führen, zumal „der Staat der bAV die Rolle eines Ausputzers übertragen hat, weil er die Leistung der gesetzlichen Rente nicht für nachhaltig ausreichend hält“, so der Professor.

Damit spielte Raffelhüschen Andreas Buttler den Ball zu. Buttler ist Gesellschafter der febs Consulting GmbH, ein unabhängiger Sachverständiger für bAV und Zeitwertkonten sowie gerichtlich zugelassener Rentenberater, und beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit bAV. Er ermunterte die anwesenden Makler, Berührungsängste mit dem BRSG abzustreifen. „Arbeitgeber benötigen mehr denn je einen qualifizierten bAV-Betreuer“, dokumentierte er in seinem Vortrag anhand zahlreicher gesetzlicher Neuerungen. Beispiel: 15 Prozent Arbeitgeberzuschuss, soweit durch die Entgeltumwandlung SV-Beitrag gespart wird: „Die Neuregelung ist überfällig, denn es kann doch nicht sein, dass sich Arbeitgeber an der Entgeltumwandlung ihrer Arbeitnehmer bereichern“, so der bAV-Fachmann. In der Praxis müssten nun Lösungen her, wie die fortschrittlichen Arbeitgeber, die oft bereits 10 Prozent Zuschuss leisten, unbürokratisch auf 15 Prozent aufstocken können, ohne dass der dafür eigentlich nötige neue Vertrag abgeschlossen werden muss.

Überhaupt sieht der bAV-Gutachter in der Entgeltumwandlung mit Arbeitgeberzuschuss, kombiniert mit der verdoppelten steuerlichen Förderung, den wichtigsten Wert des BRSG. Für neue Entgeltumwandlungen ab 2019 gilt die 15-Prozent-Zuschusspflicht und die sofortige gesetzliche Unverfallbarkeit. Für den Bestand einschließlich neuer Vereinbarungen bis Ende 2018 kommt diese 15-Prozent-Zuschusspflicht des Arbeitgebers erst 2022. Bis dahin gewährte Zuschüsse unterliegen dann auch nicht zwingend einer sofortigen gesetzlichen Unverfallbarkeit. In Zukunft sei es am effektivsten, Entgeltumwandlung als Direktversicherung sofort mit unwiderruflichem Bezugsrecht und Unverfallbarkeit der Ansprüche auszustatten, schlug Buttler vor.

„Tarifverträge können andere Zuschussregelungen, auch schlechtere Regelungen vorsehen“, erklärte Buttler. Er wies in seinem Vortrag noch auf einige Spezialitäten hin. Wenn Arbeitgeber mit ihrer bisherigen Versorgungseinrichtung nicht zufrieden sind, so können sie künftig den Anbieter per Deckungskapitalübertragung im laufenden Arbeitsverhältnis wechseln, ohne dass Arbeitnehmer dadurch steuerliche Nachteile haben (bisher: sofortige Besteuerung der bisherigen Ansprüche). Wermutstropfen: „Der Arbeitgeber hat zusätzliche Kosten (Beratung; Abschlussvergütung) und Arbeitnehmer bekommen schlechtere Konditionen (Garantiehöhe)“, so Buttler. Zudem vertrat er die These, dass die alten, pauschal besteuerten Direktversicherungen (nach Paragraf 40b EStG) neuen Auftrieb bekommen könnten. Denn ab 2018 kann jeder Arbeitnehmer jederzeit einen neuen 40b-Vertrag abschließen, wenn er „irgendwann in seinem Leben“ schon einmal einen bAV-Beitrag nach § 40b pauschal besteuert hat.  Um diese Voraussetzung zu erfüllen, muss im Einzelfall „die 40b-Fähigkeit noch dieses Jahr erzeugt werden“, so Buttler. Gemeint war damit: Wer schon eine alte Versorgungszusage von vor 2005 besitzt, kann 2017 noch eine Direktversicherung nach Paragraf 40b abschließen. Wer schon eine 40b-Police besitzt, kann 2018 einen weiteren Vertrag nach Paragraf 3 Nr. 63 EStG abschließen, um die erhöhte Förderung von 8,0 Prozent bis zur Beitragsbemessungsgrenze West der Rentenversicherung auszuschöpfen. „Dabei wird dann die 40b-Förderung auf die künftige 8-Prozent-Förderung angerechnet“, so Buttler. Er gab der neuen Sozialpartnerrente keine gute Note: „Fehlende Garantien werden von Arbeitnehmern derzeit noch nicht akzeptiert.“ Den Maklern rief er zu, Informationen über die Beitragszusage als Türöffner zu nutzen. „Eine gute Direktversicherung ist für den Arbeitgeber wirtschaftlich auch eine Beitragszusage.“  

Das BRSG stärkt auch die klassische bAV

Die neuen Rahmenbedingungen will der HDI mit neuen Strategien umsetzen, betonte Fabian von Löbbecke, Vorstandsvorsitzender der Talanx Pensionsmanagement und verantwortlich für bAV bei HDI. „Wir sehen im BRSG große Chancen für die bAV – sowohl für die Sozialpartnermodelle als auch klassische bAV“. Insbesondere der Arbeitgeberzuschuss, der auf den letzten Metern erst ins Gesetz kam, wird auch die klassische bAV weiter stärken. Mindestens 15 Prozent des umgewandelten SV-freien Entgelts muss der Arbeitgeber künftig als Zuschuss in die bAV des Arbeitnehmers einzahlen – bei reiner Beitragszusage in jedem Fall und bei klassischer Entgeltumwandlung auch.

Auch im Sozialpartnermodell sieht von Löbbecke großes Potential. Der HDI stehe als Anbieter für individuelle Sozialpartnermodelle bereit und werde eine Zielrentenlösung über einen Pensionsfonds anbieten, blickte von Löbbecke voraus, der auch Vorstand der PB Pensionsfonds AG ist. Das Gesetz werde „einen Gruppenzwang auslösen“, denn das Potenzial sei interessant und auch für den HDI relevant. Die ursprünglich avisierte Zielgruppe der bAV-Reform werde mit dem Sozialpartnermodell allerdings nicht erreicht. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) unterliegen in der Regel keinem Tarifvertrag und können höchstens auf das Sozialpartnermodell optieren, wenn sie denn wollten. Neun Millionen Arbeitnehmer ohne bAV seien in nicht-tarifgebundenen Firmen tätig. Diese Betriebe können und sollten weiterhin die bewährte klassische bAV nutzen. Gut 16 Millionen Beschäftigte arbeiten in Deutschland für weniger als 2.200 Euro brutto im Monat. „Für sie ist die Kombination von Arbeitgeberzuschuss, Riester-bAV und Geringverdiener-Förderung unschlagbar“, stellte von Löbbecke fest. Der bAV-Chef von Talanx „glaubt an die Koexistenz von Nahles-Rente und traditioneller bAV“. 

Um noch mehr Arbeitnehmer – auch mit geringerem Einkommen - an die bAV heranzuführen, wurde Anfang des Jahres das Konzept „HDI bAV Plus Cashback“ eingeführt. Dabei erhält der Mitarbeiter, der einen bAV-Vertrag abschließt, eine Prepaid-Kreditkarte, die sein Chef jeden Monat mit bis zu 40 Euro für privaten Konsum auflädt. Gleichzeitig spart der Arbeitnehmer per Entgeltumwandlung 100 Euro für seine Betriebsrente an. Im Endeffekt kostet ihn das Ganze nur zehn Euro netto monatlich. „Ein Arbeitgeberzuschuss gerät schnell in Vergessenheit, doch mit ‚bAV Plus Cashback‘ wird er jeden Monat daran erinnert, dass sein Chef sich an der bAV beteiligt“, betonte der HDI-Vorstand. Inzwischen hätten mehrere Finanzämter bestätigt, dass diese Kreditkarte als steuerfreier Sachbezug zulässig ist und die Arbeitgeber-Gebühren und Nebenkosten nicht in die Freigrenze einzubeziehen sind.

Ob die bAV auch in Zukunft ein lohnendes Modell ist, analysierte Dr. Thomas Dommermuth, Steuerberater, Professor an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden und Beiratsvorsitzender des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP), in seinem Vortrag. Rund 13,1 Millionen Arbeitnehmer in KMU seien noch ohne bAV, davon 80 Prozent ohne Tarifvertrag. Viele davon liegen unter der Einkommensgrenze von 2.200 Euro im Monat. Diese Zielgruppe könnte insbesondere erreicht werden durch den Geringverdiener-Zuschuss in in Höhe von 240 bis 480 Euro im Jahr. Kritisch sieht Dommermuth, dass das BRSG die Doppelverbeitragung bei der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung für Betriebsrentner sogar noch ausweitet. „Das ist ein völlig falsches Signal“, so der Wissenschaftler. In der Ansparphase gibt es für Besserverdiener oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze gar keine SV-Ersparnis, aber in der Rentenphase die volle Belastung. Hinzu käme das „Damokles-Schwert künftiger Beitragssatz-Erhöhungen“. So profitieren letztlich privat Kranken- und Pflegeversicherte am meisten.

Hauptsächlich dokumentierte Dommermuth in seinem Vortrag aber, wann sich bAV auch für Normalverdiener lohnt. „Die nachgelagerte Besteuerung der bAV ist ein eindeutiger Vorteil, solange keine gesetzlich herbeigeführten Steuersatzerhöhungen in der Leistungsphase erfolgen“, so Dommermuth. Der „Herr der Zahlen“ vertiefte anhand ausgewählter Musterfälle die Wirkungen für unterschiedlichste Zielgruppen und gab damit den Maklern konkrete Arbeitshilfen an die Hand. „In allen Einkommensklassen schneidet die bAV zwischen 31,85 und 38,91 Prozent besser ab als eine vergleichbare Privatrente, sofern der Arbeitnehmer in Steuerklasse I oder IV eingruppiert ist“, betonte Dommermuth. „Wird die SV-Freigrenze für Betriebsrenten (2017: 148,75 Euro monatlich) allerdings überschritten, falle die Direktversicherung in fast allen Einkommensgrößen bei Geltung der Steuerklasse III hinter die Privatrente zurück“, so der Steuerberater. „Auch ab 2018 ist die bAV also nicht überall lohnend“, so der Wissenschaftler. Ein Grund mehr, dass zur bAV fachlich seriös (und vernünftig bezahlt) beraten wird. 

Das BRSG biete mit der Flankierung der bAV-Leistung durch teilweise Freibeträge bei der Grundsicherung von maximal rund 200 Euro pro Monat (nach Paragraf 82 Absatz 4 und 5 SGB XII) „einen guten ersten Schritt“ in Richtung stärkere Verbreitung auch bei Geringverdienern. "Der Freibetragssockel (100 Euro) sollte an die SV-Freigrenze für kleine Betriebsrenten (148,75 Euro) angepasst werden", forderte der Experte. 

Ganz neue Chancen gebe es für die Riester-bAV, wo die bisherige Doppelverbeitragung abgeschafft wird. Das heißt: Für betriebliche Riester-Renten entfällt in der Auszahlungsphase die bisherige SV-Pflicht; sie werden fortan wie private Riester-Renten behandelt. „Nun lohnt sich die Kombination der bAV mit Riester erstmals wirklich; sie ist auch privaten Riester-Verträgen meist deutlich überlegen“, hat Dommermuth ausgerechnet. Sein Fazit für den Vertrieb: Bei entsprechender Gestaltung (Kollektivtarif, Arbeitgeber-Zuschuss, bAV-Riester) sei das Potenzial „sehr gut bis exzellent“. Einiges werde aber auch von den Publikumsmedien abhängen, die nun „genug Anlass haben, positiv zu berichten“. Arbeitgeber-Zuschuss und bAV-Riester könnten dabei Initialzündungen sein.    

Kapitalanlage und Emotionen gehören dazu

Auch kollektives Sparen profitiert natürlich von guter Kapitalanlage. Wie ein institutioneller Investor gerade in der Niedrigzinsphase dabei strategisch vorgeht, umriss in seinem Vortrag Stefan Klimpel, seit 2011 Leiter des Geschäftsbereichs Kapitalanlagen der Talanx Deutschland AG und Chief Investment Officer. Er erläuterte den anwesenden Maklern aus Sicht des Kapitalanlegers, womit Lebensversicherer heute schon – und künftig noch stärker – nachhaltig Geld für ihre Kunden verdienen. „Kapitalanlagen, deren Risiken nicht ausreichend transparent sind, werden gemieden“, so Klimpel. Verfolgt würde eine überwiegend defensive, hochwertige Anlagestrategie, das heißt: Die Zinsverbindlichkeiten werden überwiegend durch sichere Zinsanlagen der Aktiva bedeckt.

Das Kapitalanlageergebnis von HDI Leben könne sich 2016 in einem schwierigen Marktumfeld sehen lassen: Die Durchschnittscoupon im Bestand liegt bei 3,4 Prozent, die durchschnittliche Wiederanlagerendite 2016 betrug 1,5 Prozent. Die Duration, also die Kapitalbindungsdauer einer Geldanlage in einem festverzinslichen Wertpapier, lag bei 10,9 Jahren. Die Aktienquote machte rund 1,0 Prozent der Kapitalanlagen aus. Beteiligungen, darunter Infrastruktur-Investments, waren zu 1,2 Prozent an den Kapitalanlagen beteiligt. Der Charme bei Infrastruktur-Anlagen liege vor allem im verhältnismäßig gut planbaren langfristigen Cash-Flow. Dazu Klimpel: „Speziell für Versicherer mit langfristigen Verpflichtungen ist diese Asset-Klasse auch im Hinblick auf die Konjunkturunabhängigkeit der Erträge, hinsichtlich der Nachfrage und natürlich wegen der sehr attraktiven Renditen bei vertretbaren Risiken geeignet.“ Dafür nutzt die Talanx Deutschland die speziell für dieses Segment aufgebaute Kompetenz des konzerneigenen Kapitalanlegers Talanx Asset Management GmbH.

Zu bereits getätigten Infrastruktur-Investments der Talanx Deutschland gehören unter anderen drei Windparks in Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt, Beteiligungen an deutschen Stromnetzen (zum Beispiel Ampirion) sowie Anteile an einem Öl- und Gasspeicher. Hinzu kommt eine Minderheitsbeteiligung an den Konzessionen zur Wasserver- und entsorgung in Portugal (Indaqua) sowie zwei Windparkportfolios in Frankreich. Die aufgeführten Anlagen stellen nur einen Teil der bereits getätigten Infrastruktur-Investments dar. „Ziel von Talanx Deutschland ist der weitere Ausbau dieser Asset-Klasse“, so Klimpel.

Im letzten Vortrag des bAV-Expertenforums gab Matthias Ramge, Verkaufstrainer und bAV-Coach, Praxistipps zum erfolgreichen bAV-Verkauf. Er fokussierte sich dabei vor allem darauf, wie Makler Arbeitnehmer für Vorsorge sensibilisieren können. „Manchmal ist es ganz einfach: Lassen Sie den Arbeitnehmer Gehaltsabrechnung und Rentenbescheid im Original zum Beratungsgespräch mitbringen, denn diesen eigenen Dokumenten vertraut er.“ Dann sei die weitere Gesprächsführung leichter, denn der Arbeitnehmer begreift sehr schnell, was ihm im Alter an Geld zwischen Nettolohn und gesetzlicher Rentenanwartschaft fehlt. Emotionen löse auch die einfache Berechnung aus, was dem Arbeitnehmer von maximal 40 Euro vermögenswirksamen Leistungen nach Steuern bleibt und im Vergleich dazu der Effekt aufgezeigt werde, wenn man den Betrag in einen bAV-Vertrag umleitet.

Bei aller Komplexität des bAV-Themas plädierte der Trainer, der gerade zusätzlich ein Studium der Neurowissenschaften absolviert, für einfache Botschaften. „Unsere Neuronen brauchen einen Anreiz, der am besten durch anschauliche Bilder und allenfalls ganz wenige Zahlen geschafft wird“, so Ramge. Um die Hürde zu knacken, wonach Verbrauchern kurzfristige Bedürfnisbefriedigung wichtiger erscheint als Konsumverzicht für eine langfristige Vorsorge, riet Ramge, den von ihm mitentwickelten Vertriebsansatz „HDI bAV Plus Cashback“ zu probieren. Damit seien 40 Euro Konsum pro Monat erlaubt, und trotzdem wird per Entgeltumwandlung Kapital für eine Betriebsrente angespart, die den Arbeitnehmer letztlich nur rund zehn Euro netto im Monat kostet.

Detlef Pohl